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Leitbild der JuBi Kupferberg

Durch die Gründung der Jugendbildungsstätte Kupferberg im Jahr 1964 verwirklicht das Institut St. Bonifatius als Träger einen sozial-pastoralen Arbeitsauftrag im Sinne kirchlicher Jugendbildungsarbeit. Darin wird deutlich, dass die Weisung der Regel des hl. Benedikt, auch heute suchenden (jungen) Menschen und ihren Wegbegleitern in einer sich ständig wandelnden Lebensalltäglichkeit wertvolle und hilfreiche Lebensorientierung bieten kann.

Unser Haus steht (jungen) Menschen unterschiedlicher (nationaler) Herkunft, Lebensstile, Weltanschauungen, verschiedener Generationen sowie Religionszugehörigkeit offen.

Wir bieten Raum und Gelegenheit zur Begegnung für (kirchliche) Gruppen und Verbände, Schulklassen etc. sowie für einzelne (junge) Menschen.

Der Mensch ist einzigartig, einmalig, frei in seinen Entscheidungen, verantwortlich für sich und andere. Er ist auf Beziehungen angewiesen und als Geschöpf und Ebenbild Gottes ein Teil der ganzen Schöpfung.

Wir bieten

  • Räume der Nichtalltäglichkeit, abgesondert von der gewohnten Lebens-, Wohn- und Schulsituation, in denen eigene Sehnsüchte wach werden und Fragen nach dem Sinn des Lebens und nach Gott gestellt werden können.
  • einen geschützten Ort, an dem Menschen sich aussagen, ausdrücken und ausprobieren können.
  • Möglichkeiten zur Auseinandersetzung und zum Erleben bzw. Entfalten der eigenen Identität und zu einem bewussten Umgang miteinander.
  • einen Erfahrungs- und Lernort, an dem ein Leben aus dem Glauben in je eigener Ausprägung erlebbar ist und Kirche als mitgestaltbar erfahren wird.
  • Angebote außerschulischer Jugendbildungsarbeit für unterschiedliche Schulformen.
  • einen Ort der Aus-, Fort- und Weiterbildung für hauptberufliche und ehrenamtliche MitarbeiterInnen der Jugendarbeit.
  • unter Anleitung hauptberuflicher MitarbeiterInnen ein Arbeits- und Einübungsfeld für junge Menschen (im FSJ, im Bundesfreiwilligendienst, als Studierende, als PraktikantInnen, etc.) in ihrer beruflichen Ausbildung, zur Vorbereitung auf den beruflichen Einstieg sowie in der Gestaltung des Übergangs von Schule zu Beruf.

Als Jugendbildungsstätte sind wir ein Feld der katholischen Jugendarbeit im Erzbistum Paderborn und kooperieren mit anderen Einrichtungen (Jugendbildungsstätten, Verbänden, Dekanatsstellen, Pastoralverbünden…) u.a. durch inhaltlichen Austausch, Konzeptentwicklung und Weiterbildung.

Darüber hinaus ist uns eine ökumenische Vernetzung mit anderen Institutionen wichtig. In der Stadt Detmold und im Kreis Lippe arbeiten wir mit anderen Anbietern (z.B. Jugendamt, Suchtprävention) zusammen.

Die Leitung und die MitarbeiterInnen aller Aufgabenbereiche der Jugendbildungsstätte Kupferberg verstehen sich als Team. Alle Mitglieder des Teams verfügen über wichtige Schlüsselkompetenzen und bringen sie zielorientiert in den jeweiligen Bereichen ein. Der Austausch im Team und regelmäßige Fortbildungen sind uns wichtig.

Die Verwurzelung im gelebten christlichen Glauben und die Vermittlung christlicher Werte sind unsere Grundlagen der täglichen Arbeit mit den Menschen.

Träger

Nähere und mehr Infos unter: www.institut-st-bonifatius.de 

Das Institut St. Bonifatius, eine missionsbenediktinische Gemeinschaft von Frauen in der katholischen Kirche, wurde 1949 gegründet.

Ihr geistliches Fundament ist die Regel des hl. Benedikt von Nursia (480-547). Diese basiert auf den Kernaussagen des Evangeliums und zeigt Suchenden einen Weg zu einem erfüllten Leben, lässt sie wachsen in ihrer Beziehung zu Gott, zum Nächsten, zur Schöpfung und zu sich selbst.

Die benediktinische Spiritualität findet ihren speziellen Ausdruck dabei unter anderem

  • im Hören auf die Zeichen der Zeit,

  • in der benediktinischen Gastfreundschaft,

  • in der Offenheit für die Gegenwart Gottes,

  • in der Begegnung mit Menschen und ihren Fragen nach Sinn und Glück,

  • im gemeinsamen Suchen nach Antworten einer Lebensgestaltung auf der Basis christlicher Grundwerte.

Auf der Grundlage dieser Regel wollen die Mitglieder der Gemeinschaft entsprechend dem Grundsatz „Gott verherrlichen und den Menschen dienen“ das Evangelium in ihrem jeweiligen Lebens- und Arbeitsmilieu Gestalt werden lassen.

Vor über 1500 Jahren lebte ein junger Mann namens Benedikt. Er war etwa im Jahr 480 in einer Stadt namens Nursia geboren, die heute Norcia heißt und mitten in Italien liegt. Benedikt hatte reiche Eltern, die ihm ein Studium in Rom bezahlten. Rom war nicht mehr die angesagte Metropole, die es einmal gewesen war, sondern ziemlich heruntergekommen. Benedikt wollte nicht so werden wie die Menschen dort, rücksichtslos und verlottert. Er brach das Studium ab und ging weg, um anders zu leben. In dem Ort Effide fand er einige Menschen, die in Einfachheit und Ehrlichkeit zusammenlebten. Aber bald merkte er, dass ihm das noch nicht reichte. Er verließ sie wieder und zog in eine Höhle bei Subiaco, etwa 75 km von Rom. Dort lebte er ganz allein ein spirituelles Leben, nur ein Mönch namens Romanus brachte ihm Essen. Aber die Menschen dort fanden ihn und kamen, um ihn zu sehen und mit ihm zu reden. Einige junge Leute fanden seine Art zu leben gut und schlossen sich ihm an. Sie wollten von ihm lernen, gut zu sein und Gott zu suchen. Benedikt gründete mit ihnen zwölf kleine Klöster. Sein Erfolg machte einen benachbarten Priester neidisch. Deshalb fing er an, Benedikt zu schikanieren. Er aber wollte keinen Streit. Stattdessen zog er mit einigen Mönchen fort. Sie gründeten im Jahr 529 sein bis heute berühmtestes Kloster auf dem Berg Montecassino. Man sagt, dass dort das ganze abendländische Mönchtum seinen Ursprung hat. Benedikts Art zu leben, die bald „benediktinisch“ genannt wurde, verbreitete sich in ganz Europa. Er starb etwa 547 auf dem Montecassino.

Die wichtigste Zeit für Benedikt war die, in der er in der Höhle bei Subiaco lebte. Dort fand er durch alle Höhen und Tiefen hindurch zu Frieden und Einklang mit sich selbst. Nur, weil er diese Erfahrung gemacht hat, konnte er für andere zum Ratgeber und Wegbegleiter werden.

Cornelia Klaebe