„kurz Hallo“

Ihr Lieben,

nachdem sich Christiane vor 2 Wochen an dieser Stelle verabschiedet hat, möchte ich einmal „kurz Hallo“ sagen. Mal sehen, ob es kurz bleibt. Zum 1. Januar habe ich die Leitung der Jugendbildungsstätte übernommen und für alle, die mich noch nicht kenn, das bin ich:

Holger Busch, vor knapp 46 Jahren in Arnsberg geboren, nach dem Abitur ein Jahr Zivildienst im Alfred – Delp – Haus in Brilon, Student der Sozialpädagogik an der Katho Paderborn und 1996 für ein Jahr Anerkennungsjahrpraktikant in der Erziehungsberatungsstelle der Caritas in Brakel.

Dann vor mittlerweile 21 Jahren hatte ich mich dann für die Stelle eines pädagogischen Mitarbeiters in der Jubi beworben. Gefragt war jemand, der musikalisch und kreativ ist. Ich habe gesagt, dass ich Gitarre spielen kann und das ich schon mal mit Ton gestaltet habe – das kam gut an (trotz meiner schulterlangen Haare), aber ehrlich gesagt, waren es dann doch nicht meine wirklichen Talente, denn in den folgenden 2 Jahrzehnten habe ich mich vorm Gitarre spielen gedrückt und auch nicht einen Klumpen Ton in der Hand gehabt.

Dennoch – ich bin immer noch da – und einige Male wurde ich gefragt, wie man denn so lange in einer Jugendeinrichtung arbeiten kann. Wird das nicht langweilig? Bist Du nicht irgendwann zu alt? Langweilig war mir eigentlich nie und alt fühle ich mich auch immer noch nicht (woran würde ich das dann merken?). Ich bin jeden Tag gerne von Lügde nach Detmold gefahren und hatte viele, viele glückliche und zufriedene Momente auf dem Kupferberg. Viele wissen, dass ich das Riemann – Thomann – Modell sehr mag und ich will jetzt auch keine pädagogische Abhandlung halten, nur so viel: Dauer (und damit Beständigkeit und Verlässlichkeit ) in meinem Leben sind mir total wichtig. So habe ich auf dem Kupferberg solchen einen Ort und daneben noch eine wunderbare Frau, eine tolle Tochter, meine Eltern und meine Schwester. Auf dieser Basis mag ich aber auch den Wechsel: Ich probiere gerne Neues, versuche kreativ zu sein, Gewohntes über den Haufen zu werfen, mal was Verrücktes zu machen und Eingefahrenes umzugestalten. Und aus diesem Grund freue ich mich riesig über die neue Aufgabe und auch Herausforderung, in der Jubi nun in einer anderen Rolle zu arbeiten.

Das tolle dabei: Hier auf dem Kupferberg gibt es ein herausragend gutes Team. Und das lässt sich gut mit einem Fußballteam (so – jetzt habe ich eine andere Leidenschaft noch untergebracht, döp, döp, döp) vergleichen. Wir haben gute Torleute, die den „Kasten sauber halten“, wir haben im pädagogischen Team eine Abwehr, die für eine Grundordnung sorgt, kreative Mittelfeldspieler, die überall zu finden sind, Stürmer für die entscheidenden Momente, ein sehr gutes Catering im Stadion u.v.m. Meine Rolle sehe ich da ein bisschen wie die des Spielertrainers, der Ideen weitergibt, Vorschläge für Spielzüge macht und der dafür sorgen will, dass alle Spaß haben, bei dem was sie tun. Der dann aber gerne auch eingewechselt wird und noch mitspielt. So werde ich auch weiterhin auch noch gerne immer wieder mal in den Kursen mitarbeiten.

Jetzt hinkt der Vergleich, denn die Gäste, die zu uns in die Jubi kommen, sind keine Zuschauer, sondern können sich selbst aktiv in den unterschiedlichsten Facetten erleben, an unserem „Ort der Nichtalltäglichkeit“. Ich freue mich auf die nächsten 2 Jahre und die vielen Begegnungen mit Euch allen und die Zusammenarbeit mit unserer großen Mannschaft.
Holger

P.S.: Für heute dazu erstmal dieses Foto, auch wenn man mich da noch nicht so gut erkennt ...