Vom Alltag in die Stille - Exerzitien mal anders ...

Die Teilnehmerinnen mit Pastor Dr. Andreas Rohde (1. v. l.) von der Diözesanstelle Berufungspastoral und Christa Branse sowie Christiane Koch (1. Reihe 3. und 4. v. l.) von der Jugendbildungsstätte.

Mitte November kamen für ein Wochenende neun junge Erwachsene zu Filmexerzitien in die Jugendbildungsstätte  Kupferberg nach Detmold. Dieses Wochenende bot die Möglichkeit, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, für die Anderen und für Gott. Während manche schon einmal an Exerzitien teilgenommen hatten, war es wiederum für die Anderen eine ganz neue Erfahrung.

 „Ich konnte mir nie so richtig etwas unter Exerzitien vorstellen, außer, dass es Richtung Besinnung und zur Ruhe kommen geht. Dass das dann aber bei den Filmexerzitien mit Schweigen in Verbindung gesetzt wird, hätte ich nicht gedacht“, so Christin Kölling aus Osnabrück.

Denn neben den Elementen Film und Austausch in der Gruppe, gehörte auch die Stille Zeit zu den Elementen der Filmexerzitien auf dem Kupferberg. „Wir stellen immer wieder fest, dass es für junge Menschen eine Herausforderung ist, den Sprung aus dem Alltag in die Ruhe zu schaffen und in der Stille Gottes Gegenwart Raum zu geben. Filmgeschichten und Filmfiguren sind dabei eine gute Möglichkeit um erste Impulse zum Nachdenken über das eigene Leben zu bekommen“, so Christa Branse vom Team der Jugendbildungsstätte Kupferberg.

Bis zum Samstagabend bestand dann die Möglichkeit, diese Zeit in Stille, im Schweigen zu verbringen: vom äußeren Schweigen zum inneren Schweigen zu gelangen und Gott zu begegnen.

„Das Schweigen war für mich eine riesengroße Herausforderung“, so Teilnehmerin Christin Kölling, „um ehrlich zu sein, war ich zunächst nicht begeistert, denn ich bin eine Person, die sehr viel und gerne über ihre Gedanken und Gefühle reden muss und sehr gerne unter Menschen ist. Deshalb habe ich mich dann auch bewusst komplett alleine durch die Natur bewegt und habe vermieden, den anderen Teilnehmerinnen über den Weg zu laufen. Im Nachhinein kann ich aber sagen, dass das Schweigen und das Wochenende mir sehr gut getan haben und ich es immer wieder machen würde. Ich habe erneut gemerkt, wie wichtig mir die Beziehung zu Gott ist. Noch heute, ein paar Wochen nach den Exerzitien, kann ich aus meinen dort gewonnenen Erkenntnissen und Kräften zehren.“

Abgerundet wurde das Wochenende mit einer schönen Eucharistiefeier mit Spiritual Dr. Andreas Rohde aus Paderborn.

Für die Teilnehmerinnen steht am Ende dieses Wochenendes fest, dass auch durch Filmgeschichten und Filmfiguren viele neue Impulse und Anregungen für das eigene Leben gegeben werden können und sie zu neuen Sichtweisen anregen.